Archiv der Kategorie: Schuljahres-Bilanzen

Bilanz 2017

Das Schuljahr 2016/17 endete am 18. Juli 2017 mit dem nun schon zur Tradition gewordenen Sommerfest. Die  Festkommission bestehend aus den SuS Hannah, Sophie, Marike, Yasmin, Jennifer, Fanny und Frieda organisierte einen würdevollen Abschluss, der das Leistungsspektrum unserer Schule ebenso widerspiegelte wie die Leistungsbereitschaft der Mehrheit der SuS. So zeigten unsere SuS, was sie in der Projektwoche zum Thema Kommunikation erarbeitet bzw. gelernt hatten. Die Theaterfans führten Szenen aus dem berühmten Buch „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf auf und begeisterten damit nicht nur ihre Mitschüler, sondern auch viele Eltern, Verwandte und Freunde. Die AG „Gesunde Lebensweise“ sorgte für ein abwechslungsreiches Büfett. Musikalische Höhepunkte boten uns die Schulband sowie Felix und Elena.

Um 16.00 Uhr trafen sich die gewählten Vertreter der Eltern, Lehrer, Schüler und die Schulleitung zur Schulkonferenz, um über die Weiterführung unserer Schulreform, die unterrichtsfreien Tage im Schuljahr 2017/18, die Einführung des NC für den Übergang von der 10. zur 11. Klasse sowie über die Einführung der neuen GOSTV 2018 zu diskutieren. Weitere Themen der Schulkonferenz befassten sich mit dem Wunsch einiger Eltern, eine Schulkleidung einzuführen. Auf der Konferenz wurde natürlich auch das zurückliegende Schuljahr bilanziert.

Im September 2016 hatte unser Schuljahr mit 3 vollen Klassen (20 Schüler) und einer 11. Klasse mit 17 SuS begonnen. Insgesamt besuchten im September 2016 100 SuS unser Gymnasium. Ein erfreulicher Start. Innerhalb des Schuljahres wechselten 6 SuS aus privaten Gründen zu einer anderen Schule und vier Schüler nahmen wir während des Jahres zusätzlich auf. Die Fluktuation von Schülern während eines Schuljahres hat an allen Schulen zugenommen. Unsere eigenen Erfahrungen deuten allerdings darauf hin, dass wir bei allen Einzelfällen in Zukunft noch sorgfältiger prüfen sollten, wen wir aufnehmen. Gerade Oberschülern fehlen in der Regel die nötigen Voraussetzungen und die erforderliche Lernhaltung, um den hohen Ansprüchen unseres Gymnasiums zu genügen. Der Aufwand an pädagogischer Sonderbetreuung, Nachhilfe, Elternarbeit und zusätzlicher Motivation steht in keiner Relation zu den erbrachten Leistungen einiger dieser Oberschüler.

Der Höhepunkt des Schuljahres war auch in diesem Jahr das Abitur, das wieder alle SuS erfolgreich absolvierten. Die beste Schülerin, Jil Friedel, erreichte einen Durchschnitt von 1,5 und der schlechteste Schüler erkämpfte sich einen Durchschnitt von 2,9. Insgesamt lag der Durchschnitt der AbiturientenInnen bei 2,2 und damit etwas unter dem vom letzten Schuljahr. Da es sich aber um eine sehr kleine, eher leistungsschwache Klasse handelte, können wir mit dem Ergebnis dennoch sehr zufrieden sein. Die Lehrer und Lehrerinnen unserer Schule bereiten die Schüler mit sehr viel Engagement systematisch und zielführend auf das Abitur vor. Das spiegelt sich gerade dann, wenn es an der erforderlichen Eigeninitiative der SuS mangelt, in den dann immer noch guten Ergebnissen wider. Daher gebührt allen Lehrer und Lehrerinnen unserer Schule an dieser Stelle mein besonderer Dank. Unser Team arbeitet gewissenhaft, schüler- und leistungsorientiert, berücksichtigt stets die neuen Lehrplananforderungen und stellt sich immer flexibel auf die neuen Herausforderungen ein, sodass wir zu den wenigen Gymnasien des Landes Brandenburg gehörten, die das Mathe-Abitur problemlos schreiben konnten. An dieser Stelle sei Frau Koglin für ihren Unterrichtseinsatz besonders gedankt. Aber auch in den Fächern Biologie, Geografie, Englisch, Deutsch, Chemie und Geschichte kamen die SuS mit den Aufgaben gut zurecht, da sie bestens auf das Abitur vorbereitet wurden. Hier gebührt Frau Zimmer, Herrn Walther, Frau Schneiderheinze und Frau Helwig für ihren besonderen Einsatz mein herzlicher Dank.

Außerschulische Projekte, Theaterfahrten, Exkursionen und Klassenfahrten sorgten auch in diesem Jahr wieder für ein abwechslungsreiches Schulleben, in dem gegenseitige Achtung und Anerkennung ebenso wichtig sind wie Toleranz und Hilfsbereitschaft.

Als Beispiel möchte ich hier ein Projekt unseres Geografie Lehrers Uwe Walther vorstelle, dass in der Region Furore machte. Im Geographieunterricht der Klasse 11 wird im Rahmen der Siedlungsgeographie die Methodik einer Siedlungsanalyse behandelt. Um dieses theoretische Thema möglichst  lebens- und praxisverbunden sowie fächerübergreifend den Schülern zu vermitteln, unterbreitete Herr Walther den Vorschlag, eine partielle Siedlungsanalyse an einer konkreten ländlichen Siedlung zu simulieren. Dies stieß sofort auf Zustimmung bei den Schülern.Als Beispielsiedlung wählte er das Dorf Altkünkendorf aus, da dieser Gemeinde als „Tor zum UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin“ eine besondere Bedeutung zukommt. Eine Nachfrage beim zuständigen Ortsvorsteher Herrn Bewer ergab ein großes Interesse an diesem Projekt.

Die Schüler begannen mit der Planung der Methoden und Maßnahmen sowie der Festlegung der Verantwortlichkeiten. Als durchzuführende Maßnahmen wurden festgelegt:

  1. Erarbeitung der theoretischen Grundlagen zur Methodik der Siedlungsanalyse
  2. Erfassung des Ist-Zustandes des Dorfes hinsichtlich der Gebäudenutzung und der vorhandenen Infrastruktur (Erstellung einer Karte)
  3. Erstellung einer Stärke-Schwächen-Analyse mit Vorschlägen zur künftigen Entwicklung der Gemeinde
  4. Erstellung einer Kurzfassung der Dorf- und Kirchengeschichte sowie die Übersetzung der Texte in Englisch, Spanisch, Französisch und Polnisch (Extern) sowie die öffentliche Auslegung der Texte im Infopunkt zum Weltnaturerbe in Altkünkendorf
  5. Öffentliche Ergebnispräsentation und Diskussion in Altkünkendorf (im Beisein der Gemeindevertretung, interessierter Bürger und Eltern der Schüler)

Die Maßnahme E) war ein voller Erfolg. Die Schüler erhielten von allen Beteiligten viel Lob und positive Worte für ihre Ergebnisse und Ideen, insbesondere zur perspektivischen Entwicklung der Gemeinde. Es wurde von Seiten des Ortsvorstehers ein großes Interesse an der Fortsetzung des Projektes bekunden.

Unterricht möglichst lebensnah zu gestalten und Arbeitsergebnisse der Schüler im Amt Joachimsthal zu präsentieren, das war auch immer ein Anliegen unserer Kunst Lehrerin Frau Pohl. Am Donnerstag, den 08. Juni 2017, fand im Skulpturengarten der Stadt Joachimsthal eine besondere Vernissage statt. Schülerinnen des Freien Joachimsthaler Gymnasiums hatten auf Wunsch der Stadt Joachimsthal, des Sozialausschusses und des Bürgermeisters, Herrn Knaak-Reichstein, bunte und sehr ansprechende Skulpturen geschaffen, die wie Miniaturen der berühmten Nanas der französischen Künstlerin Niki de St. Phalle aussehen. Das war die Absicht der jungen Künstlerinnen. Die Nanas stehen weltweit für Lebensfreude und Stärke und genau das wollten unsere Schülerinnen auch in Joachimsthal mit ihren Figuren zum Ausdruck bringen. Mitschüler, Lehrer und an Kunst interessierte Besucher kamen in den kleinen Garten neben dem Amtsgebäude, um die feierliche Einweihung der neuen Ausstellung mitzuerleben. Felix Gröger spielte dazu gekonnt Klavier und Herr Knaak-Reichstein lobte die Ergebnisse des Kunstprojekts. Danach stellte Frau Pohl die einzelnen Künstler vor. Diese wiederum erzählten von ihren großen Vorbildern, die in Paris, New York oder Hannover längst zu Publikumsmagneten geworden sind. Vielleicht haben ja auch ihre bunten, lebensfrohen Skulpturen schon bald eben diese Wirkung auf die Besucher der Stadt Joachimsthal. Neben diesem Projekt übernahm die Kunst-AG die Gestaltung des Bushäuschens an der Busschleife des Bildungs- Campuses. Benita Benndorf hatte die Idee dort Sprüche in besonderer Schriftweise zu präsentieren, die den Schülern, die auf ihre Busse warten, die Zeit vertreiben könnten.

Einen besonderen Ausflug unternahm die 7. Klasse am 7. Juli 2017. Die Klassensprecherin machte dies möglich, da sie die Klasse an einem Gewinnspiel vom RBB angemeldet und gewonnen hatte. Die geführte Tour begann um 11 Uhr und sollte gegen 13 Uhr enden. Als erstes besuchte die Klasse das Radiogebäude. Neben RBB-Brandenburg werden dort auch Radiosender wie Fritz und Antenne-Brandenburg produziert. Die Schüler sahen sich ein Ersatzstudio an und konnten das komplizierte Equipment genau in Augenschein nehmen und dem Vortrag über die spannende Arbeit eines Moderators lauschen. Die Gymnasiasten besichtigten dann noch den Schnittraum und mehrere Kommissionsräume. Im Anschluss konnte man je nach Interesse live bei der 13-Uhr-Sendung dabei sein oder der Regie über die Schulter schauen. Zuletzt durften wir selbst einmal am Moderationspult stehen. Die zwei mutigen „Moderatoren“ Hannah und Jonas bekamen im Anschluss noch Tipps von der Moderatorin Tatjana Jury. Als Erinnerung an unseren besonderen Tag erhielt jeder einen mit Souvenirs gefüllten  Beutel. Es war für alle ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Tag, an dem auch für die Berufsorientierung der Schüler viel getan wurde.

Beruflich zu orientieren – das bezweckte auch der Ausflug der 8. und 9. Klassen  in das Hotel „Ritz Carlton Berlin“, den der WAT Lehrer Herr Wachholz organisiert hatte. Ein Hotelmitarbeiter (Herr Elze) begrüßte die Klassen und führte durch das Hotel. Alle waren begeistert von dem Prunk und dem Luxus dieses Hotels. Nach der Führung zeigten ihnen Herr Elze und seine Kollegin die Möglichkeiten einer Ausbildung sowie einer beruflichen Perspektive im „Ritz Carlton Berlin“ auf. Gleichzeitig beantworteten die beiden Mitarbeiter unsere Fragen. Beeindruckt von dem, was sie dort sahen, haben einige Schüler sich danach entschiede, in dieser Branche ihre berufliche Laufbahn zu starten.

Zu weiteren Berufsorientierung stand uns auch in diesem Jahr wieder Frau Pester von der Agentur für Arbeit zur Seite, die sich mit jedem einzelnen Schüler große Mühe gibt, den richtigen Beruf zu finden. In der Klasse 10 ergänzten die Lehrer die Berufsausausrichtung noch um ein lebensnahes Bewerbungsverfahren. Die Schüler mussten die Bewerbung an ausgewählte Eltern schicken und mit ihnen dann auch das Bewerbungsgespräch führen. Der eine oder andere war dann ganz überrascht, wenn er zu hören bekam, dass der Unternehmer-Vater ihn aufgrund der Noten und der nicht überzeugenden Bewerbungsunterlagen nie einstellen würde. Diese simulierte Bewerbung motivierte doch etliche Schüler, zielstrebiger zu arbeiten.

Am 29.06.2017 waren die Klassen 10 und 11 (in Begleitung von Frau Koglin und Frau Zimmer) in Berlin im BKA-Theater am Mehringdamm, um das englisch- und z.T. spanischsprachige Theaterstück „The Tortilla Curtain“ von Peter Scollin anzuschauen. Es ist eine Bühnenverfassung des Romans „The Tortilla Curtain“ von T.C. Boyle. Auch andere Klassen begaben sich ins Theater, um „Tschick“, „Die Sonnenallee“ oder „Faust“ auf der Bühne zu erleben.

Das Lehrerteam hat in diesem Jahr erstmalig mit den Curricula der neuen Rahmenpläne gearbeitet und erste Erfahrungen gesammelt. Die 13 fächerübergreifenden Kompetenzen, die laut neuem Plan besonders zu entwickeln sind,  werden wir u.a. in die Projektwochen verlagern. Dabei zeigte sich schon in diesem Jahr beim Thema „Kommunikation“, dass in der Vorbereitung und Planung so einen themenbezogenen Projektwoche sich alle Lehrer sehr engagiert einbringen und die Schüler selbst mit viel Elan und Freude bei der Sache waren. Zum widerholten Male hat die Projektwoche gezeigt, dass hier SuS wirklich kreativ sein können und jede seine Fähigkeit differenziert einbringen kann.

Juli 2017                                                                                         Frau Meier (Schulleiterin)

 

 

Bilanz 2016

Nach einer erlebnisreichen Exkursionswoche, einem Montag, der Goethe und Faust zum Gegenstand hatte und einem Sommerfest endete am 20.07.2016 das elfte Schuljahr des FJG. Die Eltern konnten sich am 19.7.16 davon überzeugen, dass ihre Kinder nicht nur Effi Briest ganz selbstständig und sehr modern auf die Bühne brachten, sondern sie hatten auch die Gelegenheit die Schulband mit ihren neuen Liedern, die Tanz-AG mit ihren geschmeidigen Tänzen und die Ergebnisse der Projektwoche als Gallery-Walk zu erleben. Der Höhepunkt des Sommerfestes war jedoch die Zeugnisausgabe.

Die Freude über die erreichten Ergebnisse war sehr differenziert. Während die Abiturienten und die 10-Klässler sowie die 7- und 9-Klässler mit ihren Ergebnissen sehr zufrieden waren und auch sein können, müssen unsere 8- und 11-Klässler ihre Leistungsbereitschaft bis auf wenige Ausnahmen noch stark erhöhen. In sechs Jahren das Wissen und die Bildung für das Abitur zu erwerben, ist kein leichtes Unterfangen. Aber der diesjährige Abiturjahrgang hat allen gezeigt, dass es zu schaffen ist, wenn man kontinuierlich arbeitet und ein klares Ziel vor den Augen hat.

In diesem Jahr erzielte die Schülerin, Marthe Stein, den bemerkenswerten Abiturdurchschnitt von 1,0, ihr folgten Malte Krämer mit 1,2 und Pia Fengler mit 1,5. Diese Leistungsspitze spiegelt einmal die große Einsatzbereitschaft dieser Schülerinnen und des Schülers, aber auch die erfolgreiche Arbeit der Lehrer und Lehrerinnen, die die Schüler zunehmend effizienter auf das Abitur vorbereiten. Insgesamt erreichten diese Abiturienten einen Durchschnitt von 1,9  unser bisher bester Durchschnitt, und damit liegen wir als Schule weit über den sonst üblichen Landesdurchschnitt der Brandenburgischen Gymnasien. Durch eine intensive schulische Betreuung, sehr gute, vertrauensvolle Lehrer-Schüler-Beziehungen und eine individuelle Berufsorientierung konnte auch in diesem Jahr wieder gewährleistet werden, dass alle Abiturienten das Abitur erfolgreich bestanden.

Auch die Prüfungen der Schüler der 10. Klasse sind in diesem Jahr wesentlich besser ausgefallen als in den Jahren zuvor. Eine effektive Lernumgebung, die das Lernen jenseits von Angst und Langeweile ermöglichte, aktivierte die meisten Schüler zunehmend.  Die Leistungsbereitschaft der Schüler der 10. Klasse sank sonst immer nach den schriftlichen Prüfungen im Mai rapide. Durch die Verlegung der mündlichen Englischprüfung auf Anfang Juni  blieben die Schüler doch stärker leistungswillig. Vom guten Lernklima in der Klasse profitierten alle. Darüber hinaus haben wir bereits im 2. Halbjahr das Anforderungsniveau der GOST in der 10. Klasse eingeführt und auch damit gute Erfahrungen gemacht, sodass diese Klasse besser auf die erhöhten Anforderungen der SEK II vorbereitet wurde und den Schüler stets bewusst war, was sie im nächsten Halbjahr erwarten wird. Nicht der Abschluss Klasse 10 stand so im Mittelpunkt, sondern die Vorbereitung auf die SEK II. Hierbei macht sich natürlich auch der vielfältige Erfahrungsschatz der Lehrer bemerkbar, die nun schon mehrheitlich seit 10 Jahren an der Schule tätig sind, regelmäßig ihre Arbeit evaluieren, als Team zunehmend intensiver kooperieren und so gemeinsam einen  effizienteren Weg gefunden haben, die Schüler noch gezielter auf das Abitur vorzubereiten und ihre Lernbereitschaft und mit dem eigenaktiven Engagement zu verzahnen.

Der Besuch außerschulischer Lernorte ist Bestandteil der meisten Lehrpläne, sodass auch in diesem Jahr wieder viele Lehrer Exkursionen, Museums-, Gedenkstätten-, Ausstellungs- und Theaterbesuche organisierten, die den SuS vielfältige Einblicke in neue kulturelle Zusammenhänge ermöglichten. Hier bewährte sich auch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem BIORAMA und dem Geopark in Joachimsthal, der HNE Eberswalde, den Uckermärkischen Bühnen in Schwedt, der Sucht-Klinik in Angermünde, dem Wissenschafts- und Technologiepark in Berlin-Adlershof und der TH Wildau.

Zu den Höhepunkten im schulischen Alltag zählte auch in diesem Jahr wieder die Skifahrt, die Herr Ducke mit viel Elan akribisch vor- und nachbereitete. Bei der Durchführung in St. Jacob wurde er von Frau Benndorf, Herrn Gierth, Herr Perkuhn und Frau Sarnighausen tatkräftig unterstützt. Wer nicht Skifahren wollte, der konnte sich intensiv mit allen Aspekten einer gesunden Lebensweise beschäftigen. Frau Koglin organisierte diese Projektewoche unterstützt von vielen Fachlehrern so abwechslungs- und erfolgreich, dass wir den Gallery-Walk sogar für die abwesenden Schüler noch einmal wiederholen mussten. Denn alle Arbeitsgruppen verstanden es, ihre Ergebnisse so überzeugend und mit Spaß zu präsentieren, dass alle SuS viel Freude beim Zuhören und Verstehen hatten. Auch hier bewährte sich die gute Zusammenarbeit mit der Barmer e.V. in Eberswalde, dem Kneipp-Kindergarten in Zerpenschleuse, arche noVa e.V., der Drogenberatung Eberswalde und Frau Maleck aus Angermünde.

Für die Klassen 11 und 10 stellte ohne Frage ihre Kursfahrt nach England das wichtigste Ereignis des Schuljahres dar. Frau Koglin hatte diese Fahrt wieder mit viel Engagement vorbereitet und für zahlreiche interessante Besuchs- und Besichtigungsprogramme gesorgt. Neben der sprachlichen Anstrengung stellte insbesondere der Besuch der Weltstadt London auch für viele Schüler eine logistische Herausforderung dar. Es galt viele neue Eindrücke von den Spuren Shakespeares, den modernen Musik- und Modeszenen, den beindruckenden Museen und historischen Gebäuden zu verarbeiten.

Die Fahrten der anderen Klassen nach Flecken Zechlin und Wismar waren zwar nicht ganz so spektakulär, aber dafür boten sie hinreichende Gelegenheiten zur Festigung der sozialen Kommunikation und der Verbesserung des Klassenklimas. Die 7. Klasse nutzte diese Exkursionswoche, um sich mit der Geschichte und der Natur in Brandenburg intensiver zu befassen. Sport und Spaß kamen dabei auch nicht zu kurz.

Die Zusammenarbeit mit der Grundschule Georg Büchner konnte in diesem Jahr schon auf bewährte Strukturen zurückgreifen. Frau Ziethen und Herr Meyer (GS) organisierten den Mathe-Wettbewerb, Frau Schneiderheinze und Frau Meyer (GS) den Alphabetisierungswettbewerb, Herr Ducke und Herr Elmofty die Fußballspiele, Frau Schneiderheinze und Frau Pahl die Kooperation auf Theaterebene und Frau Meier und die Kindertagkommission gestalten einzelne Stationen des Kindertags der GS. Unsere Theaterkulissen, die Benita, Emma und Caro liebevoll malten, finden so auch bei Theateraufführungen der GS Verwendung. Die Schüler der GS, die sich besonders für Physik interessierten, konnten in diesem Jahr in unserer Physik-AG ihre Kenntnisse weiter vertiefen. Herr Wachholz ließ sich immer interessante Aufgaben einfallen, sodass alle SuS viel Spaß hatten.

Neben den Wettbewerben mit der Grundschule nehmen unsere SuS auch regelmäßig am Känguru-Wettbewerb teil, stellen sich im Geografie-Wettbewerb den modernen Anforderungen ebenso wie in Englisch. Die Gewinner der Wettbewerbe wurden während des Sommerfestes feierlich geehrt.

Die neue Struktur der Schülersprecher, die aus fünf SuS (Anna und Caro (Klasse 10), Niklas, Frieda und Christin (Klasse 9) besteht, die sich freiwillig bereit erklärten, diese wichtigen Aufgaben zu übernehmen, bewährte sich hervorragend. Lehrer und Schüler wussten, dass ihre Anliegen bei den fünf Schülern in den besten Händen sind. Die Schulsprecher schlichteten so manchen Konflikt zwischen den verschiedenen Schülern und Klassen und unterstützten die Arbeit der Schulleitung in vielfältiger Weise. Dafür gebührt ihnen unser großer Dank.

Das Lehrerteam hat sich in diesem Jahr insofern weiter entwickelt, dass die Aufgabenteilung innerhalb der Lehrerschaft sich bewährte und die Schulleitung strukturierter mit den Stärken der einzelnen Lehrer arbeitete. Ein Wunsch für das nächste Schuljahr bleibt die Vertiefung der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Dadurch, dass alle Lehrer neue Curricula erarbeiten müssen, besteht die berechtigte Hoffnung, dass in der Spalte Kooperation/Zusammenarbeit alle Lehrer weitere oder neue Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Fächern entdecken und dann auch realisieren. Des Weiteren müssen die Lehrer im nächsten Schuljahr  insbesondere in Klasse 9 und 12 an der Leistungsbereitschaft vieler SuS intensiv arbeiten. Daher wird sich in der Vorbereitungswoche das Team einen ganzen Nachmittag mit dieser Problematik befassen.

Bilanz 2014/15

Bilanz 2015
Im 10. Schuljahr des Freien Joachimsthaler Gymnasiums genossen es Lehrer und Schüler, dass sich ihr Gymnasium zu einem kulturell anspruchsvollen Ort für Bildung und Kommunikation entwickelt hat. Das freundliche, harmonische Schulklima ermöglicht nicht nur ein gutes Lehrer-Schülerverhältnis, sondern es ist auch die Basis für den respektvollen, toleranten Umgang der Schüler untereinander. Das FJG ist also inzwischen ein Lernort der besonderen Art und das spiegeln auch die Ergebnisse des diesjährigen Abiturs. Zum vierten Mal bestanden alle Schüler das Abitur. Der Notendurchschnitt der Abiturienten lag bei 2,2 und kann sich durchaus sehen lassen.
Die schulischen Ergebnisse der SuS der Klassen 7 bis 11 sind sicherlich nicht für alle zufriedenstellend. Insbesondere einige Eltern wünschten sich bessere Noten und auch einige Lehrer hätten sich über mehr Fleiß und Elan der SuS sehr gefreut. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern wurde schon rechtzeitig auf die schulischen Probleme einiger SuS aufmerksam gemacht und besondere Fördermaßnahmen festgelegt, die bei der Mehrzahl der SuS auch zu besseren Ergebnissen führten. Lediglich zwei Schüler konnten in diesem Schuljahr nicht versetzt werden. Es mangelte beiden Schülern an dem notwendigen Fleiß, sodass die Klassenkonferenzen zu diesem letzten Mittel der Erziehungsmaßnahmen schreiten mussten.
Neben der Schule als Lernort boten die Lehrer auch in diesem Jahr wieder ganz viele außerschulische Veranstaltungen an. (siehe Tabelle in der Anlage) Die Berliner Museen, die Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, der GEO-Park Schorfheide, das Amt Joachimsthal und die Städte der Region ermöglichten als Lernorte die vielfältigsten Möglichkeiten, sich außerhalb der Schule Wissen und Fähigkeiten anzueignen.
Darüber hinaus gab es natürlich im 10. Jahr des Gymnasiums viele Gelegenheiten, diese Schule besonders zu würdigen. Am 6. November 2014 wurde die von Herrn Barthel und einigen Schülern neu gestaltete Mensa eingeweiht. Benjamin Gottong, Marthe Stein, Pia Fengler und Linda Koglin haben gemeinsam mit dem Künstler Herrn Barthel Kunstelemente gestaltet, die nun die Blicke der Besucher in unserer Mensa auf sich ziehen.
Die Bildungseinrichtungen der Stadt Joachimsthal feierten dann in der Woche vom 29. Juni bis 3. Juli 2015 zwei Jubiläen. Die KITA „Kinderglück am Heidereiter“ blickte auf 20 Jahre und das Freie Joachimsthaler Gymnasium auf 10 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück. Aus diesem Anlass wurde ein Campusfest geplant, das am Dienstag mit einem großen Sportfest begann. Ca. 400 junge Sportler zogen von den Lehmbergen kommend durch die Stadt zum Fichte-Stadion, wo sie vom Bürgermeister der Stadt, Herrn Knaak-Reichstein, und Herrn Ducke, dem Sportlehrer des FJG, freudig erwartet wurden. Nach der von Schülern des Gymnasiums durchgeführten Erwärmung konnten alle Kinder ihre Wettbewerbe frei wählen. Alle Kinder hatten viel Spaß.
Am Dienstagabend fand dann im FJG eine Vernissage zum Thema „Nase im Wind“ statt. Inspiriert durch den in Portugal lebenden Künstler Timo Dillner, seine Gedichte und Gemälde hatten Schüler des FJG eigene Bilder gemalt und Stücke komponiert, die an diesem Abend präsentiert wurden. In diesem angenehmen künstlerischen Rahmen wurde dann an die 10 zurückliegenden Jahre des Gymnasiums erinnert. Benjamin Gottong, ein Schüler der 11. Klasse, begrüßte alle Gäste und zitierte das Gedicht „Nase im Wind“. Nach der feierlichen Begrüßung kamen der Amtsdirektor Herr Protzmann, Frau Freistedt die Schulgründerin, und der Künstler Timo Dillner zu Wort. Musikalisch untermalt wurde das Programm von Luise Thiel aus der 10. Klasse, die virtuos auf unserem Flügel spielte. Herr Mettin lud im Anschluss daran alle Gäste, Schüler und Eltern zu einem kleinen Umtrunk und vielen interessanten Gesprächen ein. Unter den Gästen waren auch viele ehemalige Schüler, die bei dieser feierlichen Gelegenheit alte Erinnerungen austauschten bzw. berichteten, wie sich nun ihr Leben als Student oder Auszubildender oder als frisch gebackener Absolvent gestalteten.
Am Donnerstag fand dann auf dem Schulhof der Grundschule und in der dortigen Aula das eigentliche Campusfest statt. Alle Bildungseinrichtungen präsentierten kulturelle Höhepunkte ihres Schaffens. Die Schulband des Gymnasiums spielte und die 9-Klässler führten das Theaterstück „Family impossible“ auf. Zur großen Überraschung aller hatte sich der australische Autor des Stückes Peter Scollin, den Frau Koglin, die Initiatorin der Theateraufführung, eingeladen hatte, unter die Zuschauer gemischt. Er ist Schauspieler in Berlin und Inhaber des Platypus-Theater, welches viele englischsprachige Stücke für Kinder und Jugendliche aufführt. Nach der Theateraufführung kam der Autor auf die Bühne und lobte die jungen Schauspieler, die hervorragend gespielt hatten. Auch die spartanische Kulisse und die Musikauswahl hatten alle Zuschauer begeistert. Am liebsten hätte Herr Scollin die Akteure gleich in sein Theater eingeladen. So überzeugt war er von Ihren Leistungen.
Das Campusfest hatte alle Einrichtungen der Stadt Joachimsthal, die sich der Bildung der Kinder und Jugendlichen widmen, näher gebracht. Neue Ideen für weitere Kooperationen wurden entwickelt und neue Projekte für das nächste Schuljahr verabredet. So gesehen war es also ein Erfolg für alle Kinder Joachimsthals.
In der Woche vom 10.11. bis 14.11. 2014 wurde der Physikunterricht mal wieder ganz praktisch vermittelt. Energie zum Anfassen erlebten in dieser Woche die Klassen 7, 8 und 9 des Freien Joachimsthaler Gymnasiums. Statt Mathe, Deutsch und Biologie standen die Themen Energieerzeugung, Energiesparen und regenerative Energien auf dem Stundenplan. Grund für den frischen Wind im Unterricht war der Besuch des EWE Energiemobils „Energie macht Schule“. Zum zweiten Mal machte das rollende Klassenzimmer des Energiedienstleisters an der Schule halt. Dort zeigten Lehrer der Schule zusammen mit EWE-Mitarbeitern, wie man mit selbst gebauten Energiemodellen Strom erzeugen kann, und was es mit den erneuerbaren Energiequellen auf sich hat. Diese Themen interessierten auch Dirk Protzmann, Amtsdirektor des Amtes Joachimsthal. Zusammen mit Peter Beyer von EWE, schaute er sich am Mittwochvormittag den „Energieunterricht“ der Siebtklässler einmal genauer an.
Die Biologie AG des Freien Joachimsthaler Gymnasiums startete im November 2014 das Projekt „Isegrimm – Märchen oder Realität?“. Dabei beschäftigten sie sich mit dem Wolf und seiner Rückkehr nach Brandenburg. Zu Beginn schauten sie sich Dokumentationen an und recherchierten, um Vorwissen über das Thema zu erlangen. Am 12. März fuhren sie dann gemeinsam nach Groß Schönebeck in den Wildpark. Sie trafen sich mit Frau Heiter am Wolfsgehege und durften bei der Fütterung der Tiere zuschauen. Im Rahmen der Bio-AG kümmerten sich die Schüler mit einem besonderen Projekt um das Tierheim Ladeburg. Am 27.04.2015 übergaben sie diesem Tierheim eine Spende im Wert von 100 Euro, die sie zuvor mit Hilfe eines Kuchenbasars an der Schule gesammelt hatten. Ein weiteres Projekt dieser AG war die besondere Hilfe für die in Joachimsthal ansässige Kommunität. Dort unterstützten die Schüler die älteren Bewohner bei der Frühjahrsbestellung und bei Aufräumarbeiten.
Da an unserem Gymnasium der weite Bildungsbegriff die Grundlage unserer Arbeit ist, organisieren Lehrer und Schüler auch immer wieder soziale Projekte. Neben dem zyklisch stattfindenden Intergenerationen-Kaffee, in dem Schüler, Lehrer und ältere Joachimsthaler sich Geschichten ihres Lebens erzählen, kümmerten sich in diesem Jahr auch einige Schülerinnen der 9. Klasse um die Kinder der iranischen Familie, die in Joachimsthal Kirchenasyl erhielt. Sie halfen den Kindern bei den Hausaufgaben und vermittelten soziale Kontakte.
Insgesamt fällt die Bilanz auch in diesem Schuljahr wieder gut aus. Dennoch sind sich die Lehrer im Klaren darüber, dass es auch im neuen Schuljahr wieder viele neue Herausforderungen geben wird.
B. Meier
Schulleitung Juli 2015

Bilanz des Schuljahres 2013/14

Rückblick auf ein erfolgreiches Schuljahr

Das neunte Schuljahr unseres Gymnasiums neigt sich dem Ende zu und wir können mit Stolz auf die Leistungen unserer Schüler, Lehrer und Eltern blicken.

Alle Abiturienten zeigten in den Prüfungen, was sie hier in den 6 Jahren gelernt hatten. Niemand musste eine pflichtige Zusatzprüfung absolvieren, da alle die erforderliche Punktzahl für ein bestandenes Abitur sicher erreichten.

Der Notendurchschnitt unserer Abiturienten von 2,1 ist wesentlich besser als der brandenburgische Landesdurchschnitt von ca. 2,5 (2013). Dieses beeindruckend gute Ergebnis zeigt auch, dass unser erfahrenes und hoch motiviertes Lehrerteam sehr gute Arbeit leistet und dass die Rahmenbedingungen, die uns der ASB Regionalverbund Barnim e.V. ermöglicht, wirklich optimal sind. Bilanz des Schuljahres 2013/14 weiterlesen

Bilanz des Schuljahres 2012/13

Liebe Eltern und Schüler!

Ein ereignisreiches Schuljahr geht zu Ende. Lassen Sie uns Bilanz ziehen. Die Ergebnisse, die unsere Schüler 2012/13 erreichten, können sich sehen lassen. Natürlich hatte der eine oder andere Schüler bzw. einige Eltern höhere Erwartungen und so können einzelne Enttäuschungen nicht ausgeschlossen werden.

Unsere Abiturienten absolvierten erfolgreich ihre Prüfungen. Der Durchschnitt der Abiturnoten von 2,4 ist im Landesvergleich zufrieden stellend. Zur großen Freude aller Beteiligten bestanden auch in diesem Jahr wieder alle Schüler das Abitur. Wir gratulieren also an dieser Stelle schon einmal allen 12ern und ihren Eltern ganz herzlich. Bilanz des Schuljahres 2012/13 weiterlesen