Ein Tag im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Bereits vor einem Jahr meldeten wir uns für eine ganz besondere Exkursion an: Es sollte in das DLR gehen, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Da es sich dabei um einen hochsensiblen Bereich handelt, mussten wir jede Schülerin und jeden Schüler der 10. Klassenstufe, aber natürlich auch die mitreisenden Lehrerinnen und Lehrer Heike Ziethen und Mario Henning, lange vor dem eigentlichen Besuchstermin mit Namen, Geburtsdatum und Staatsangehörigkeit im DLR ankündigen.

Am Tag der Exkursion wurden wir dann herzlich in der Berliner Forschungseinrichtung in Empfang genommen. Jeder von uns bekam sein individuelles Namensschild, bevor es zu Beginn des Rundgangs einige erste Informationen zu den Aufgabenbereichen des DLR gab. Am Standort in Berlin-Adlershof fokussiert sich die Forschung auf vier Themenschwerpunkte: Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit.

Wärme und ihre Übertragung
Unsere Schülerinnen und Schüler wurden in vier Gruppen aufgeteilt. In den sich anschließenden Experimentierphasen konnte jede Gruppe zwei von insgesamt vier Stationen erkunden:

An der Station Wärmebildkamera beschäftigten sich unserer Schülerinnen und Schüler  experimentell mit verschiedenen Fragen der Wärmeleitung und Wärmeströmung: Wie unterschiedlich strahlt Wärme in verschiedene Regionen eines Körpers aus? Welche Durchlässigkeit zeigen unterschiedliche Stoffe bei einer Wärmestrahlung? Und welche Materialien sind eigentlich gute oder schlechte Wärmeleiter?

Spektral und analytisch
Eine weitere Station widmete sich dem Thema Spektralanalyse: Wir erfuhren, wie man selbst bei sehr entfernten Planeten erkunden kann, aus welchen Stoffen die Materie des Himmelskörpers besteht. Spannend war auch, die unterschiedlichen Materialeigenschaften von Gesteinsvarianten zu erfahren. Und ganz praktisch wurde es bei der Frage: Wie werden eigentlich Gesteinsproben und Materialien für eine wissenschaftliche Untersuchung im Labor vorbereitet?

Begegnung mit Robotern
An der Station Roboter war es für viele von uns tatsächlich der erste Kontakt mit humanoiden Robotern. Ausgeklügelte Computertechnik und den Einsatz maschineller Roboter kennen natürlich alle, aber wie programmiert man eine Maschine so, dass sie sich fast wie ein Mensch zu bewegen scheint? Und wie bringt man Robotern überhaupt das Sprechen bei? Eine spannende Erfahrung jedenfalls für unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch die mitgereiste Lehrerschaft.

Sind wir allein im All?
An der Station Himmelskörper drehte sich alles um Fragen, die wohl seit Jahrhunderten die Menschen bewegen: Was fliegt eigentlich da draußen alles durch das All? Sind wir und unsere Erde einzigartig? Worin unterscheiden sich Planeten, Planetoiden, Meteoriten und Asteroiden voneinander? Und wie bedrohlich sind Einschläge fremder Körper aus dem All hier auf der Erde? Unterscheidet sich kosmisches Material von unseren gewohnten Stoffen auf der Erde?

Die Fragen und Antworten, die Einsichten und viele neue Fakten, die dieser Tag brachte, beeindruckten unsere Schülerinnen und Schüler. Alle waren eifrig bei der Sache. Und einige von ihnen würden sogar gern noch einmal vorbeischauen in dieser spannenden Welt des DLR.

Aber nach einem langen Tag freuten sich unsere Schülerinnen und Schüler natürlich erst einmal auf die Heimreise in die Joachimsthaler Region – und anders als auf der Anreise klappten Verbindungen diesmal sogar pünktlich.

[nach einem Text von Heike Ziethen, Lehrerin / Fotos: ASB RV Barnim e.V. – FJG]