Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Teams des FJG und des ASB RV Barnim e.V.!
Wir begannen das 20. Schuljahr des Freien Joachimsthaler Gymnasiums mit 128 Schülerinnen und Schülern sowie 19 Lehrkräften und einer Lehramtskandidatin. Auch drei Schulbegleiterinnen waren an Bord, um Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu unterstützen, sowie zwei Praktikantinnen.
Nach einem ruhigen Start gab es einige Überraschungen und Herausforderungen für uns. Besonders der Verlust unseres Sportlehrers aus gesundheitlichen Gründen mitten im Schuljahr stellte das restliche Team vor die immense Aufgabe, die frei gewordene Unterrichtszeit durch Vertretung zu kompensieren. Die Schulleitung wiederum hatte dies zu organisieren und eine neue Fachkraft zu finden. All dies ist uns gelungen, worauf wir als Team sehr stolz sein können!
Was gab es für Neuerungen in diesem Schuljahr? Zum Beispiel wurde ein weiteres Ganztagsangebot (Gemeinsame Interessenentfaltung – GIF) eingerichtet mit der Option, auch Hausaufgaben in dieser Zeit zu erledigen. Beides wurde sehr gut angenommen. Außerdem verabschiedeten wir uns im Wesentlichen von Papierklassenbüchern und nutzen nun eine digitale Variante.
Personell hervorragend unterstützt wurden wir ab November durch eine uns vom Schulamt zugewiesene Schulpsychologin, welche in regelmäßigen Abständen mit Schülerinnen und Schülern aber auch Lehrkräften Beratungsgespräche durchführte und viel Positives bewirkte. Auch Fachkräfte des ASB gaben uns tatkräftig Unterstützung im Umgang mit schwierigen Fällen und coachten unsere Vertrauenslehrkräfte, welche ebenfalls allen Schulmitgliedern bei Bedarf stets mit einem offenen Ohr zur Seite standen. Ebenso erhielten wir Empfehlungen von Psychologen des Gropius-Krankenhaus zum Umgang mit den uns Sorgen bereitenden Panikattacken. Diese Empfehlungen waren sehr wirksam, sodass es im Verlaufe des Schuljahres kaum noch zu solchen Situationen kam.
Auch technische und räumliche Neuerungen gab es in diesem Schuljahr. Neue Smartboards wurden in einigen Räumen installiert, davon ein mobiles im Fachkabinett, welches uns seitdem auch für größere Veranstaltungen im Forum zur Verfügung steht. Außerdem sind durch Initiative des Fördervereins die Räume der Südseite der Schule nun mit einer Klimaanlage ausgestattet, welche die Durchführung von Unterricht in der warmen Jahreszeit spürbar erleichtert. Ein kleiner Raum mit Wasseranschluss wurde außerdem von Herrn Ehling und Frau Pohl gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern liebevoll zu einer Wassertankstelle umgestaltet. Auch diese Neuerung wurde sehr gut angenommen.
Im Laufe des Schuljahres arbeitete ein Team aus Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und dem Schulträger weiter am Leitbild der Schule, welches schließlich in der Schulkonferenz verabschiedet wurde. Darin sind unsere wichtigsten Werte und Grundvorstellungen, mit denen wir uns identifizieren, festgehalten, um einerseits diese Außenstehenden zu verdeutlichen, andererseits uns selbst z.B. in schwierigen Situationen immer wieder daran zu erinnern, wonach wir handeln wollen. Dieses Leitbild ist, von Schülerinnen künstlerisch umrahmt, auf der Homepage veröffentlicht. Ein ehemaliger Schüler des FJG drehte außerdem einen Schulfilm, welcher Aspekte des Leitbildes in alltäglichen Situationen an der Schule aufgreift. Dieser Film wird zusammen mit weiteren künstlerischen Elementen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten unseres Gymnasiums anlässlich seines 20-jährigen Bestehens im September 2025 erstmals öffentlich gezeigt werden.
Neben Neuerungen gab es auch eine Vielzahl an fortgeführten Traditionen. Hier eine kleine Auswahl, welche bei Weitem nicht alle erfasst:
- Fortführung von Studientagen (einer davon Zukunftstag) mit schulinterner Lehrerfortbildung (Themen in diesem Jahr: Moodle, Mental Health, Autismus, KI, Lehrergesundheit)
- Projekte und Exkursionen zur Berufs- und Studienorientierung (Potenzialanalyse, Messebesuche, Simulation von Bewerbungsgesprächen mit externen Partnern, Besuche der GLG, des Zolls und der Arbeitsagentur, Vorstellen der Berufe von Eltern, Praktika etc.); Highlight: Erneute Erlangung der Auszeichnung „Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung“ (Siegelverleihung für 2025 – 2029)
- Präventionsveranstaltungen der Polizei (Themen: Gewalt, Drogen, Cybercrime)
- Angebote für Eltern (Elternsprechtag, Prävention durch Polizei, Akademie Lernpädagogik, Weiterleitung von Online-Angeboten etc.)
- Projekte und Exkursionen zu Demokratiebildung und Geschichte (Besuch im Bundestag, Juniorwahl, Kinderrechte, Anti-Diskriminierungsprojekttag, Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen, Geschichte des Nahostkonflikts, Lebensmelodien-Projekt, Anti-Semitismus-Projekttag, Zeitzeugengespräch etc.)
- Sonstige fachgebundene Projekte und Exkursionen (Graffiti-Workshop, Theater-, Film- und Museenbesuche, Musiker und Künstler zu Gast, Monitoring-Veranstaltung der Naturwacht und des Biosphärenreservats, Vorlesetag, Besuch des NEB-Infodom und eines Planetariums, Geografie-bezogene Exkursionen etc.)
- Klassenfahrten (Ziele: Altkünkendorf, Dresden, Ostsee) und Exkursionswochen (Klettern, Boxen, JumpHouse, Segeln, Floßbauen, GeoCaching etc.)
- Wettbewerbe (Spendenlauf des Fördervereins, Buchstabierwettbewerb, Känguru-Wettbewerb, Sportfest – jedoch erstmals nicht im Stadion sondern am Werbellinsee, etc.)
- Feste und Feiern (Dia de los Muertos, Weihnachtsfeier, Fasching, Abiball, Sommerfest etc.)
Zu unseren besonderen Veranstaltungen gehört natürlich auch der Tag der offenen Tür, welcher auch in diesem Schuljahr von allen Mitwirkenden professionell durchgeführt wurde und sehr gut besucht war. Die Zahl der Neuanmeldungen spricht für den exzellenten Namen, welchen wir uns über die Jahre erarbeitet haben. So können wir auch im nächsten Schuljahr eine Doppelklasse eröffnen.
Unsere erfolgreiche Arbeit spiegelt sich außerdem in den Leistungen unserer Abiturientinnen und Abiturienten wider. Von 20 angetretenen Prüflingen erlangten 18 die Allgemeine Hochschulreife mit einem Durchschnitt von 2,0, welcher sich sehen lassen kann. Ihren Abschluss feierten sie ausgiebig und sehr würdevoll im Ringhotel Schorfheide. Zuvor gingen sie tief in sich bezüglich der Vorkommnisse am Chaostag. Mit der auf vielen Seiten ausgelösten Beunruhigung hatten sie nicht gerechnet und baten um Verzeihung. Nicht nur sie, auch wir als Schule lernen aus den Geschehnissen. Der letzte Schultag der 12. Klasse wird zukünftig unter einem neuen Namen deutlich verändert ablaufen.
Apropos Zukunft, ein weiteres abschließendes Highlight des Schuljahres war die Projektwoche zum Thema „Eine Schule der Zukunft“, entwickelt vom LemaS-Team (Leistung macht Schule). Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beschäftigten sich mit alternativen Schulformen und entwickelten mit diesem Hintergrundwissen Ideen für eine Schule der Zukunft generell, aber auch was bei uns verändert werden könnte. Ergebnisse dieser Woche werden im neuen Schuljahr zu den Feierlichkeiten rund um unser 20-jähriges Bestehen gezeigt werden, worauf wir uns schon sehr freuen.
Bei allen besonders engagierten Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften, dem Schulträger, insbesondere Herrn Mettin, sowie Herrn Ehling, der alles sauber und in Schwung hält, möchte ich mich für die großartige Einsatzbereitschaft, die konstruktive Unterstützung und die generell geleistete Arbeit zum Wohle aller bedanken! Nach den Ferien werden wir mit neu getankter Energie ins 21. Schuljahr des Freien Joachimsthaler Gymnasiums starten und uns beständig weiterentwickeln.
Erlebnisreiche und erholsame Ferien allerseits! Bleiben Sie und bleibt ihr gesund!
Petra Koglin, Schulleiterin