An einem Mittwoch im März wurde es voll in der Aula unseres Gymnasiums: Schülerinnen und Schüler der Klassen 8, 11 und 12 kamen für das Projekt „Der Landtag geht zur Schule“ zusammen. Das Ziel: Eine Brücke zwischen der Jugend und der Politik bauen, Einblicke in parlamentarische Abläufe gewinnen, einen Raum für politischen Diskurs eröffnen und vor allem gemeinsame Lösungsansätze erarbeiten.
Bereits im Oktober 2025 hatte sich die 8. Klasse im Rahmen des Politikunterrichts beim Landtag Brandenburg für dieses Veranstaltungsformat beworben. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler für sie interessante Themen der Landes- und Kommunalpolitik zusammengetragen und eingesendet. Der Landtag kontaktierte daraufhin Abgeordnete der naheliegenden Wahlkreise und lud sie zu einem Austausch ein.
Jeweils ein Abgeordneter, eine Abgeordnete aus der Regierung und der Opposition erklärten sich für das Projekt an unserem Gymnasium bereit. Dies bildete die Grundlage für eine kontroverse und multiperspektivische Diskussion. Die Eröffnung und Moderation des Projekts erfolgten durch Teamerinnen und Teamer des Landtags.
Nach einer kurzen Vorstellung der Abgeordneten wurde das Wort direkt an die Schülerinnen und Schüler übergeben. Mariam, Lio und John aus Klasse 8 präsentierten dem Plenum ihre Diskussionsthemen „Umwelt und Nachhaltigkeit“ sowie „Bildung und Zukunftschancen von Jugendlichen“ in Form von kurzen Input-Vorträgen. Diese leiteten direkt in die Diskussion über.

In Anlehnung an eine Plenarsitzung konnten die Schülerinnen und Schüler den Abgeordneten ihre Fragen stellen und Perspektiven austauschen. Dazu nutzten sie parlamentarische Instrumente wie die Zwischenfrage oder die Kurzintervention. Nach und nach kam eine rege Diskussion zustande, sodass 30 Minuten kaum genügten, um alle Fragen und Themen anzusprechen. Zum Abschluss formulierten die Schülerinnen und Schüler ihre Anregungen und Lösungsvorschläge als Beschlussempfehlungen und übergaben sie den Abgeordneten.
Die vielen Eindrücke reichten noch bis in die folgenden Unterrichtsstunden im Fach Politische Bildung und konnten dort ausgiebig reflektiert werden. Die Veranstaltung zeigte noch einmal deutlich, wie gewinnbringend die Stimmen junger Menschen in der Politik sein können, wenn man sie aktiv ermutigt, an unserer Demokratie mitzuwirken.
Text: Sophie Krüger, Lehrerin am FJG (Text leicht angepasst)