Die thematische Vielfalt unseres Geschichtsunterrichtes begleitend, steht für Schülerinnen und Schüler der jeweiligen 10. Klasse unseres Gymnasiums alljährlich eine besondere Exkursion auf dem Programm: der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen.
Auch im vergangenen Februar machten sich die Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Lehrerinnen und Lehrern auf den Weg. Mit schuleigenen Bussen ging die knapp einstündige Fahrt in die Nähe von Oranienburg.
Die Dimension des historischen Ortes
Dort angekommen, vermittelten in einem Seminarraum Fotos und Informationskarten den Schülerinnen und Schülern einen ersten Einblick in die historische Dimension des Ortes. In einzelnen Gruppen war nun Gelegenheit, sich mit den unterschiedlichen Bereichen, wie u.a. dem Appellplatz des ehemaligen Lagers, auseinanderzusetzen.
Viele auftretende Fragen wurden dabei notiert und später von einem jungen Mitarbeiter der Gedenkstätte auf dem Rundgang über das geschichtsträchtige Gelände beantwortet. Die Zeit reichte angesichts des großen Interesses unserer Schülerinnen und Schüler kaum, um die entstandenen Fragen umfassend zu beantworten.
Schicksale, die betroffen machen
Aber neben den vielen neuen Fakten, die der Besuch vermittelte und die den Geschichtsunterricht unseres Freien Joachimsthaler Gymnasiums auf eine anschauliche Weise ergänzen, haben vor allem die Schicksale der ehemaligen Inhaftierten und der vielen tausenden Opfer der Naziherrschaft unsere Schülerinnen und Schüler tief bewegt.
Als wir am Ende des Tages die Heimreise antraten, war es still geworden in unseren Reisebussen. Die erschreckenden Eindrücke, das unvorstellbare Leid und nicht zuletzt die politischen Verhältnisse und Ursachen, die die rohe Gewalt in dem ehemaligen Konzentrationslager ermöglichten, machten auch die jungen Menschen unserer diesjährigen 10. Klasse sehr betroffen.
Nach einem Text von Heike Ziethen, Lehrerin am FJG
