Simulieren? Aber für den Erfolg!

Unser Gymnasium wurde 2025 bereits zum zweiten Mal mit dem Berufswahlsiegel für hervorragende Berufs- und Studienorientierung ausgezeichnet. In diesem Rahmen sind auch simulierte Bewerbungsgespräche an unserer Schule eine Möglichkeit der zielgerichteten Vorbereitung. Im Dezember machten sich Schülerinnen und Schüler unserer 9. Klassenstufe auf den Weg in ausgewählte Ausbildungsbetriebe der Region. In Auswertung dieses Tages hielten einig von ihnen schriftlich ihre Erfahrungen und Erlebnisse fest:


Simulierte Bewerbungsgespräche dienen als Übung auf spätere Bewerbungsgespräche. Sie ermöglichen einen ersten  groben Überblick, was uns als junge Leute in den Ausbildungsbetrieben erwarten könnte. So kann man sich auf zukünftige Gespräche besser und noch genauer vorbereiten. Da es sich vorerst nur um simulierte Gespräche handelte, konnten wir uns diesmal auch Fehler erlauben. Fragen nach dem geplanten Ablauf waren ebenfalls möglich. Bei den Auswertungen am Ende der Bewerbungsgespräche erhielten wir viele Tipps und Hinweise, damit wir später – bei realen Bewerbungsgesprächen – alles ohne Probleme meistern können.


In Vorbereitung auf die Bewerbungsgespräche verfassten wir Anschreiben und formulierten unsere Lebensläufe. Wir informierten uns ausführlich über das jeweilige Unternehmen und den angebotenen Ausbildungsberuf. Dafür recherchierten wir auf den Webseiten der Unternehmen und konnten uns Videos zu verschiedenen Berufen anschauen. Durch unsere Bewerbungsschreiben kamen wir mit dem Ausbildungsbetrieb in Kontakt und konnten uns bei Ihnen schon einmal vorstellen. Unser Lebenslauf und unseren Zeugnisse lieferten dem jeweiligen Unternehmen einen ersten Einblick in unsere bisherige schulische Entwicklung. Schon bei dem Schreiben der Bewerbungen achteten wir darauf, höflich und respektvoll zu bleiben, uns vorzustellen und Interesse an dem Beruf zu zeigen.


Am Tag der simulierten Bewerbungsgespräche teilte sich unsere Klasse in verschiedene Betriebe und Einrichtungen auf. Zu ihnen gehörte u.a. ein Autohaus in Joachimsthal und Kanzleien in Joachimsthal und in Fürstenberg. Im Amt Joachimsthal konnte man sich zur Probe als Erzieher und Verwaltungsfachangestellte bewerben. Zeitgleich gab es in unserem Gymnasium simulierte Bewerbungsgespräche mit Vertretern der Agentur für Arbeit.


Die Gespräche begannen immer mit einer freundlichen Begrüßung. Danach folgte eine kurze Vorstellung, in der wir als Bewerberinnen etwas über uns erzählen sollten. Anschließend stellten die Arbeitgeber Fragen zu persönlichen Stärken, unseren Interessen und zu unserer Motivation für den gewählten Beruf. Manchmal wurden wir auch gefragt, was wir bereits über das betreffende Unternehmen wussten oder welche Erfahrungen wir zu dem jeweiligen Beruf bisher sammeln konnten.


Jeder hatte natürlich andere Ziele beim Herangehen an sein Bewerbungsgespräch. Es standen ja auch unterschiedliche Berufe und unterschiedliche Themenfelder zur Auswahl. Und jeder hatte andere Ansprechpartner. Aber wir alle waren zufrieden mit unseren Gesprächspartnern und Gesprächspartnerinnen in den Unternehmen. Wir durften viel über uns erzählen und jede Menge Fragen stellen. Am Ende bekamen wir auch ein Feedback, das übrigens bei allen ziemlich positiv ausfiel. Manche Rückfragen vor Ort in den Unternehmen waren gar nicht so einfach, aber wir konnten diese trotzdem beantworten. Alles in allem machte dieser besondere Tag uns wirklich Spaß. Wir konnten viel lernen. Generell waren diese simulierten Bewerbungsgespräche eine gute Vorbereitung auf später, wenn es einmal „ernst“ wird. Gerade durch das Feedback konnten wir Sachen verbessern, die noch nicht so perfekt liefen oder uns auch bestätigen lassen, wenn wir uns in bestimmten Punkten schon gut präsentiert hatten.

(nach Texten der Schülerinnen und Schüler unserer 9. Klassenstufe / Foto: KI-generiert)