Nach einem nicht ganz einfachen Test zum Thema Massenberechnungen startete die Klasse 9 in ein neues, zunächst etwas trocken klingendes Kapitel der Chemie: Säuren und Basen.
Doch schnell zeigte sich, dass dieses Thema viel mit unserem Alltag – und sogar mit unserem eigenen Körper – zu tun hat. Wir sprachen darüber, wo in unserem Organismus saure und basische Bereiche zu finden sind und warum dieses Gleichgewicht für unsere Gesundheit so wichtig ist.
Unser Körper funktioniert nämlich nur deshalb so zuverlässig, weil es eine ständige „Absprache“ zwischen diesen beiden Gegenspielern gibt. Ob im Magen, im Blut oder in anderen Organen – Säuren und Basen arbeiten zusammen, um den inneren pH-Wert im Gleichgewicht zu halten.
Der Einstieg ins Thema war also alles andere als trocken – sondern alltagsnah, spannend und ein erster Schritt in eine chemische Welt, die uns täglich begleitet, ohne dass wir es immer merken.
Säuren und Basen entdecken – mit selbstgemachtem Indikator
Wie lassen sich saure und basische Lösungen voneinander unterscheiden oder nachweisen? Diese Frage führte die Klasse 9 in die Welt der Indikatoren – also Stoffe, die durch Farbänderung anzeigen, ob eine Lösung sauer, neutral oder basisch ist.
In kleinen Experimenten untersuchten die Schülerinnen und Schüler zunächst zwei gängige Indikatoren: den Universalindikator und Phenolphthalein. Dabei beobachteten sie genau, wie sich die Farben je nach pH-Wert der Lösung verändern.
Doch dabei blieb es nicht – es gab s eine Idee: Können wir einen Indikator herstellen, den man auch zu Hause anwenden kann?
Die Antwort gab es direkt im nächsten Unterricht: Gemeinsam wurde aus Rotkohl ein natürlicher Indikator hergestellt – ein echtes Highlight des Schuljahres! Anschließend testeten die die Schülerinnen und Schüler verschiedene haushaltsübliche Flüssigkeiten mit ihrem selbstgemachten Rotkohlindikator.
Was dabei entstand, war eine überraschend bunte Farbpalette – von kräftigem Rot über Violett bis hin zu Grün und Blau. Die leuchtenden Farben sorgten für echtes Staunen und Begeisterung. Für viele war das die Krönung des Schülerexperiments und ein gelungener Abschluss des Themas.
Oskar und Mario kamen sogar auf die Idee, dieses Experiment beim Tag der offenen Tür vorzuführen – ein schöner Beweis dafür, dass Chemie auch kreativ und öffentlichkeitswirksam sein kann.
Nun neigt sich das Schuljahr dem Ende zu. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern erholsame, sonnige Ferien, neue Energie – und hoffentlich weiterhin viel Neugier auf die Welt der Chemie!
Frau Helwig
