Jüdische Gräber in Joachimsthal
Ein Jude wird innerhalb von 24h nach dem Tod beerdigt.
Er darf nur beerdigt und nicht verbrannt werden.
Das Umbetten der Toten ist auch verboten mit einer Ausnahme: ein jüdischer Verstorbener darf in das gelobte Land umgebettet werden. Familiengräber gab es ursprünglich nicht, verstorbene Familienmitglieder wurden in der Reihenfolge, in der sie starben, vergraben. Grabschmuck gibt es bei den Juden nicht, denn was den Lebenden gehört soll man den Toten nicht geben. Als Gedenken an die Toten bringen die noch Lebenden Kieselsteine und legen sie auf die Gräber. Die Gräber der Juden sind immer nach Osten ausgerichtet.
Die Juden in Joachimsthal fühlten sich wie jeder andere Deutsche, und so gibt es auf den Gräbern nicht nur Hebräische sondern auch deutsche Inschriften.
Tobias
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